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Hauptversammlung 2009

Höchstes Forschungsbudget der Unternehmensgeschichte

Nachhaltigkeit erfordere solide Geschäftsmodelle, einen verantwortungsvollen Umgang mit allen Interessengruppen sowie Investitionen in die Zukunft. Dazu passe, dass Bayer seine Forschungs- und Entwicklungsausgaben im laufenden Jahr auf 2,9 Milliarden Euro steigern wolle. Dies sei das höchste Forschungsbudget in der Geschichte des Unternehmens. "Mit Innovationen sichern wir Wachstum – und damit Arbeitsplätze und Wohlstand, auch wenn die Erfolge meist erst in vielen Jahren zu sehen sein werden", sagte Wenning.
Bayer sei gut vorbereitet auf die künftigen Veränderungen, die das Unternehmen in den globalen Märkten und in der Gesellschaft erwarte – allen voran eine wachsende Weltbevölkerung und der zunehmende Bedarf an Nahrung und Gesundheitsleistungen. Auch der Klimaschutz werde in Zukunft ganz oben auf der Agenda bleiben. "Wir haben in unserem Portfolio richtige Antworten, um einerseits den langfristigen Herausforderungen zu begegnen – und andererseits die damit verbundenen Geschäfts-Chancen für uns zu nutzen. Diese Perspektiven behalten wir klar im Auge – auch wenn das gegenwärtige wirtschaftliche Umfeld besonders herausfordernd ist."
Janine Tychsen (l.) informiert Renate (2.v.r.) und Robert Feuerborn (3.v.l.) mit Jakob und Dominik über Medikamente aus Tabakpflanzen.
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Janine Tychsen (l.) informiert Renate (2.v.r.) und Robert Feuerborn (3.v.l.) mit Jakob und Dominik über Medikamente aus Tabakpflanzen.
Mit Blick auf die aktuelle Geschäftsentwicklung bezeichnete es Wenning als erfreulich, dass CropScience und Pharma ihren Wachstumskurs im ersten Quartal 2009 fortgesetzt hätten. Allerdings habe der Geschäftseinbruch bei MaterialScience infolge der Wirtschaftskrise auch bei Umsatz und Ergebnis des Bayer-Konzerns deutliche Spuren hinterlassen. So lag der Konzernumsatz mit 7,9 Milliarden Euro nominal um 7,5 Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres. Das EBITDA vor Sondereinflüssen ging um 22 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zurück und das Konzernergebnis um 44 Prozent auf 425 Millionen Euro.
Wenning bestätigte noch einmal den Ausblick, den das Unternehmen zusammen mit den Geschäftszahlen zum ersten Quartal veröffentlicht hatte. Das ursprüngliche Ziel, den Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen im Gesamtjahr 2009 auf fünf Prozent zu begrenzen, bezeichnete er als zunehmend ambitioniert. Im Falle einer spürbaren Belebung des MaterialScience-Geschäfts halte er ein Erreichen des Ziels aber weiter für möglich. Inzwischen scheine die Talsohle im MaterialScience-Geschäft erreicht zu sein. "Erste Anzeichen einer leichten Belebung der Nachfrage werden erkennbar – allerdings ist das bislang kein Signal für eine nachhaltige Entwicklung", sagte Wenning.
Für das Gesamtjahr 2009 erwartet Bayer einen Konzernumsatz von etwa 32 Milliarden Euro. Die Nettofinanzverschuldung, die Ende März bei 14 Milliarden Euro lag, will das Unternehmen 2009 in Richtung zehn Milliarden Euro abbauen. Hierzu soll – neben der Wandlung einer im Juni fälligen Pflichtwandelanleihe in Eigenkapital – ein verbesserter Netto-Cashflow beitragen. "Wir sind optimistisch, gestärkt aus dieser Krise herauszukommen, und sehen den Konzern langfristig aufgrund des Innovations- und Wachstumspotenzials unseres Portfolios auf einem erfolgreichen Weg", fasste Wenning zusammen.
Die Aktionäre haben auf der Hauptversammlung unter anderem über die geplante Umstellung von Inhaberaktien auf Namensaktien zu beschließen. Damit sollen die Kontaktaufnahme mit den Aktionären erleichtert und die Transparenz erhöht werden. Die geplante Umstellung ist für die Aktionäre kostenlos.

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